Bestattung der Stadtwerke Wolfsberg

 
 

Das Kondolenzschreiben

Das Kondolenzschreiben pixelio.de - Kristin Kreet

Oft fühlen wir uns bei der Aufgabe unser Beileid und unseren Trost für trauernde Hinterbliebene zu formulieren überfordert. Um zu vermeiden, den Tod “beim Namen zu nennen”
behelfen wir uns mit diversen Ersatzumschreibungen, wie z.B.: „einer Krankheit erliegen, heimgehen, erlöst werden, entschlafen, das Dasein vollenden, zur ewigen Ruhe eingehen, die letzte Reise antreten, aus dem Leben gerissen werden, aus dem Leben scheiden“.

Tipps und Formulierungshilfen für den tröstlichen Beistand im Todesfall


Das Schreiben der Kondolenz ist wichtig, denn es dokumentiert Anteilnahme, übermittelt den Empfängern das tief mitmenschliche Gefühl, in schweren Stunden nicht alleine zu sein. Dies vermittelt Trost und Verbundenheit.

  • Schreiben Sie in eigenen, einfachen und ehrlichen Worten über Ihre Gefühle. Wenn Sie dem Verstorbenen nicht besonders nahe standen, reichen einige persönliche, handschriftliche Sätze auf weißem Briefpapier oder einer schlichten Karte aus.
  • Versuchen Sie, den Verstorbenen zu würdigen. Bieten Sie den Hinterbliebenen Hilfe und praktische Unterstützung an und wünschen Sie Mut für die Trauerarbeit.
  • Vermeiden Sie Floskeln und verzichten Sie auf religiöse Formulierungen, es sei denn, Sie wissen ganz genau, dass der Verstorbene und die Hinterbliebenen, an die Ihr Brief gerichtet ist, gläubig sind.
  • Verwenden Sie nur Zitate, mit denen Sie sich identifizieren können. Lassen Sie den Empfänger wissen, dass Sie der Verlust direkt trifft und ebenfalls trostbedürftig macht – dann werden Sie die richtigen Worte finden!
  • Kondolenzschreiben können auch den Hinweis enthalten, dass man erst jetzt von einem Todesfall erfahren hat und/oder die Bitte um Verständnis dafür, dass man (begründet) an der Beerdigung nicht teilnehmen kann oder konnte. Da viele Menschen täglich mit dem Computer arbeiten, finden Sie die aktuellen Todesanzeigen auch unter http://www.pax-requiem.at. Dort gibt es die Möglichkeit, online Ihr Beileid zu bezeugen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Vermeiden von Fehlern beim Kondolenzschreiben

  • Das Schreiben sollte möglichst unmittelbar nach Eintreffen der Nachricht verfasst werden.
  • Verfassen Sie die Karte handschriftlich. Berücksichtigen Sie hierbei die richtige Anrede. Beginnen Sie die Karte direkt mit der Beileidsbekundung.
  • Ist Ihnen der verstorbene Mensch namentlich bekannt, sollten Sie den Vor- und Nachnamen ausschreiben.
  • Formulieren Sie eine positive Würdigung des Verstorbenen und verzichten Sie auf Übertreibungen.
  • Versuchen Sie nicht, das „Gute“ am Tod zu erklären.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Worte der Beziehungsebene bzw. dem Grad der Vertraulichkeit zu dem Verstorbenen entsprechen.
  • Bieten Sie Hilfe an.
  • Beenden Sie die Karte mit einem kurzen Ausdruck des Mitgefühls und mit einem Trauergruß.
  • Das Schreiben sollte mit Ihrer Unterschrift versehen werden.

 

Wichtige Kontakte:

Myroagogie
Unsere Spezialisten für Myroagogie bieten den Trauernden ihre Unterstützung an. Wir bitten Sie um Ihre Kontaktaufnahme
unter der Telefonnummer: 050199 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rat und Hilfe auf dem Weg durch die Trauer
finden Sie auch beim Kärntner Caritasverband in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk:
Jeden 1. Dienstag im Monat von
17.00 bis 19.00 Uhr Familienberatung und Psychotherapie (Klagenfurt, Viktringer Ring 28, 1. Stock, neben Caritasheim „Haus Martha“) Kompetente und einfühlsame Begleitung für die Hinterbliebene
Kriseninterventionsdienst
Hilfe bietet Ihnen auch der Kriseninterventionsdienst Telefonummer:
+43 (0) 664/300 7007 an.
Eine weitere Möglichkeit ist der Austausch mit anderen Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.