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Trauerarbeit

Psychologische Betreuung

Foto: Bestattung Wolfsberg

Begleitung und Unterstützung auf dem Weg der Trauer finden Sie durch

  • die Kärntner Caritas
  • die Plattform “Verwaiste Eltern – leben ohne dich”
  • die Ökumenische Notfallseelsorge Kärnten
  • Hospizbewegung Kärnten
  • Kriseninterventionsdienst Telefon +43 664 3007007 oder
  • ein Spezialist für Myroagogie

Gerne vermitteln Ihnen die Mitarbeiter der Bestattung Wolfsberg auch Einzelgespräche.

Kinder bei einem Trauerfall

Sprechen Sie mit Ihren Kindern offen über den Tod eines nahen Angehörigen. Erklären Sie, dass der Angehörige „gestorben“ oder „tot“ ist und vermeiden Sie Beschönigungen und Verschleierungen. Erklären Sie den Kindern den Tod und dass er endgültig ist.

  • Lassen Sie sobald es geht, den Alltag wieder einkehren. Kinder brauchen gerade in dieser Situation einen geregelten Tagesablauf. Das gibt ihnen das Gefühl der Sicherheit. Wenn Kinder den Wunsch äußern, in die Schule oder in den Kindergarten gehen zu wollen, dann lassen Sie sie dorthin. Kinder brauchen Phasen der Distanzierung und Normalität im Trauerprozess. Zwingen Sie sie aber nicht dazu.
  • Nehmen Sie die Ängste Ihrer Kinder ernst. Auch phantasierte Ängste sind für Kinder real. Erlauben Sie den Kindern, einige Entscheidungen zu treffen, die die Familie und den Tagesablauf betreffen. Das gibt ihnen das Gefühl, dass sie noch immer Kontrolle über ihr Leben haben.
  • Lassen Sie den Kindern Zeit zum Spielen. Kinder müssen Kinder sein dürfen, auch während einer sehr schwierigen familiären Situation. Sie brauchen Zeit, um vor den Anforderungen zu fliehen. Ermutigen Sie die Kinder zum Spielen und helfen Sie ihnen dabei.
  • Erhöhen Sie die Zuwendung und Aufmerksamkeit. Kinder wollen normalerweise nach einem Notfall mehr Nähe und mehr gehalten werden als davor. Geben Sie den Kindern die Zuwendung, die sie brauchen. Behalten Sie die Kontrolle. Erklären Sie den Kindern, dass Sie alles tun werden, um sie zu beschützen in dieser schwierigen Situation.
  • Seien Sie verständnisvoll aber konsequent. Kinder können ihre Ängste durch Trotzanfälle ausdrücken oder dadurch, dass sie ständig Kämpfe anfangen. Ruhiges und konsequentes Grenzen-Setzen ist hier am besten.
  • Teilen Sie Ihre Ängste und Trauergefühle mit den Kindern. Dadurch verstehen Kinder, dass diese Gefühle normal und akzeptierbar sind.
  • Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der die Gefühle der Trauer zugelassen und gefühlt werden dürfen. Erklären Sie den Kindern, dass auch Gefühle der Wut (auch der Wut auf den Verstorbenen) und der Freude in der Trauer erlaubt sind. Kinder bekommen sonst leicht Schuldgefühle, wenn sie wütend sind oder sich trotzdem über etwas freuen.
  • Verweigern Sie Ihren Kindern den Abschied vom Verstorbenen am offenen Sarg nicht. Sorgen Sie dafür, dass das Kind auf die Verabschiedung angemessen vorbereitet und begleitet wird.
  • Nehmen Sie das Kind mit zum Begräbnis. Auch Kinder haben ein Recht auf den Abschied von der geliebten Person und auf Rituale, die beim Abschied hilfreich sind.
  • Sorgen Sie beim Abschied/beim Begräbnis dafür, dass Ihr Kind von einer Person begleitet wird, die selbst nicht von Trauer überwältigt ist und handlungsfähig bleibt. Wenn das Kind früher gehen will, kann diese Person das Kind begleiten, ohne dass Sie selbst den Abschied abbrechen oder das Begräbnis früher verlassen müssen. Das Kind sollte diese Person kennen und ihr vertrauen.
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